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Offener Brief an den Finanzminister
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Budgetpaketes auch eine Kursgewinnbesteuerung vorgesehen. Deren Ausformung ist allerdings weder sinnvoll zu administrieren, noch wirtschaftlich sinnvoll. Im Gegenteil, es wird davon eine ganze Brache schwer betroffen, das Renommee des österreichischen Kapitalmarktes wird leiden und die Finanzierung der Industrie noch schwieriger. Auch private Investoren werden hart von dieser Maßnahme getroffen sein, wenn sie wie geplant umgesetzt wird.
Der Vorstand der ÖVFA als Interessenvertretung aller Kapitalmarktexperten in Österreich hat es daher als seine Pflicht gesehen, dem Herrn Bundesminister für Finanzen und der Bundesregierung einen
offenen Brief
zu schreiben, der am Samstag, 6. November in Kurier, Presse und Standard, sowie am Montag 8. November 2011 im Wirtschaftsblatt veröffentlicht worden ist.
Mittlerweile hat sich ja im Gefolge des offenen Briefes breiter Widerstand gegen die geplante Besteuerung formiert. Nicht nur VÖIG und VAIÖ, sonder auch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder haben via Tageszeitungen ihre sehr berechtigten Bedenken vorgebracht.
In der Folge hat der Präsident der ÖVFA, Mag. Paul Severin, am 28. November 2010 in einem
Kommentar
im Standard zu der Frage der Vermögenszuwachssteuer Stellung genommen. Vor kurzem hat auch die Wiener Börse in einer
Pressemeldung
darauf hingewiesen, daß die neue Steuer massiv die Kleinanleger trifft! Damit tritt genau das gegenteil dessen ein, was politisch beabsichtigt war.